Die Medizin beginnt, neue Wege zu gehen – Wege, die Hoffnung geben. 

Glepaglutid, Apraglutid


Glepaglutid und Apraglutid sind wie Teduglutid sogenannte GLP-2-Analoga. Das bedeutet: Es wirkt ähnlich wie ein natürliches Hormon im Körper – das Glucagon-like Peptide-2 (GLP-2). 

Zum Unterschied von Teduglutid haben sie eine längere Wirkungsdauer, d.h. diese Präparate müssen nur 1-2x pro Woche gespritzt werden.

 

Organoid-Transplantation bei KDS


2025/2026 publizierte Arbeiten zeigen, dass transplantierte intestinale Organoide im Rattenmodell funktionell einheilen und sogar bile-acid-/ileumähnliche Funktionen zurückbringen können. Weitere Studien dazu stehen noch aus.

 

Reprogrammierung des Dickdarms zu „dünndarmähnlichem“ Gewebe


Weill Cornell berichtete 2025 über präklinische Daten, bei denen durch Eingriff in ein zentrales Genprogramm Dickdarmzellen Eigenschaften des Dünndarms annahmen und Malnutrition im Modell rückgängig gemacht wurde. Falls sich so ein Ansatz sicher übertragen ließe, wäre das ein echter Paradigmenwechsel: nicht ersetzen, sondern vorhandenes Gewebe umfunktionieren. Noch ist das klar präklinisch, aber konzeptionell extrem spannend.

Distraction Enterogenesis / Darmverlängerung mit Implantat

Das ist nicht Stammzelltherapie, aber für die nächsten Jahre womöglich klinisch schneller relevant. Bei UCSF bzw. mit dem Eclipse-XL1-System läuft eine Machbarkeitsstudie für Kinder und Erwachsene mit SBS, bei der der Darm mechanisch verlängert werden soll. Das könnte zwischen klassischer Chirurgie und regenerativer Medizin eine sehr interessante Brücke sein.

 

Personalisierte Organoid-Forschung bei Kindern

Die TED_ORG-Studie untersucht, warum Kinder mit SBS unterschiedlich auf Teduglutid ansprechen, und nutzt dafür patientenabgeleitete Organoide. Das ist noch keine neue Therapie, aber sehr wichtig, weil es künftig helfen könnte, vorherzusagen, wer von welcher Behandlung am meisten profitiert.

Der Darm erneuert sich alle paar Tage selbst – dank seiner eigenen Stammzellen. Doch wenn ein Teil fehlt, gehen auch diese verloren. Die moderne Forschung arbeitet daran, aus Stammzellen neues Darmgewebe zu entwickeln und so echte Heilung möglich zu machen.

Noch gibt es Herausforderungen wie Sicherheit und Kontrolle – doch Projekte wie das INTENS Consortium zeigen: Die Zukunft der Darmtherapie hat bereits begonnen.

Das nachfolgende Video gibt Einblicke über mögliche Therapieoptionen der Zukunft.

Quelle: eurostemcell.org

synchronisiert: Die Chronischen Experten