Behandlung & Therapie

Behandlung und Therapie

Die Behandlung des Kurzdarmsyndroms gliedert sich in mehrere Bereiche und ist je nach Schweregrad der Erkrankung unterschiedlich. Alle Therapiemethoden zielen jedoch darauf ab, die Aufnahmefähigkeit des Restdarms zu maximieren und den Bedarf an parenteraler Ernährung zu minimieren.

Der Darm ist bis zu einem gewissen Umfang in der Lage, sich selbst zu regenerieren. Die durch eine Operation verursachte reduzierte Aufnahmefähigkeit, kann durch eine optimierte Ernährung oder durch eine Hormonbehandlung wieder gestärkt werden. Die Höhe der Darmzotten und die Tiefe der Darmkrypten kann nach einigen Monaten zunehmen und dadurch die Aufnahme der Nährstoffe verbessern. Ist das nicht der Fall, weil beispielsweise nur noch ein sehr kleiner Teil des Darms übrig ist, kann eine dauerhafte künstliche Ernährung erforderlich sein.

Welche Behandlung beim Kurzdarmsyndrom in Frage kommt, wird schrittweise abgeklärt:
1. Wiederherstellende (rekonstruktive) Chirurgie: Zu Beginn wird beurteilt, ob eine wiederherstellende Chirurgie bei der betroffenen Person möglich ist.
2. Ernährungstherapie: Sollte die Rekonstruktion nicht möglich sein bzw. funktionieren, kann eine abgestimmte Ernährungstherapie eingeleitet werden, um die Flüssigkeits- und Nährstoffversorgung zu optimieren.
3. Begleittherapien: Diese stellen eine weitere Möglichkeit dar, um akuten bzw. chronischen Beschwerden entgegen zu wirken. Zudem können geeignete Begleittherapien in der Adaptions- und Stabilisierungsphase die Darmtätigkeit unterstützen.
4. Hormontherapie: Um die Darmfunktion zu fördern, kann letztlich auch eine hormonelle Therapie in Betracht gezogen werden. Eine Hormontherapie beim Kurzdarmsyndrom kann die Darmzotten und Darmkrypten unterstützen und die Notwendigkeit einer künstlichen (parenteralen) Ernährung verringern oder unnötig machen.

Die psychische Belastung bei Patienten mit einem Kurdarmsyndrom darf nicht außer acht gelassen werden. Die Krankheit schränkt Betroffene in ihrem täglichen Leben extrem ein. Es fällt ihnen schwer ein normales Leben zu führen, daher benötigen sie neben der Behandlung der Symptome zusätzlich regelmäßige psychologische Betreuung.(5)

Für eine ganzheitliche und wirkungsvolle Behandlung ist das Zusammenarbeiten eines interdisziplinären, eingespielten Teams unerlässlich. Sowohl Ärztinnen und Apotheker als auch die Ernährungsberaterin und eine Home Care Betreuung übernehmen wichtige Aufgaben im Therapieprozess.

Quelle: www.kurzdarmsyndrom.at 

 

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Kenne kein Leben ohne KDS